"Dialog der Erinnerungen für den Frieden"

Städtepartnerschaft und Völkerverständigung trotz Corona und politischer Krisen und Schwierigkeiten

1991 begründeten Taganrog in Russland und Lüdenscheid ihre Partnerschaft, um die Ost-West-Beziehungen zu verbessern. Seitdem tragen besonders das Bergstadtgymnasium mit der Hochschule für Verwaltung und die Gesamtschule mit der Tschechow-Hochschule zum Austausch und zur Verständigung bei. Jährlich im Wechsel besuchen Schüler und Studenten mit ihren Lehrern und Dozenten die Partnerstadt.

In den frühen Jahren waren auch der Freundeskreis Lüdenscheid-Taganrog, die Berufskollegs für Technik und Gertrud-Bäumer beteiligt und aktuell sind es auch der Ge-Denk-Zellen Verein und die Friedensgruppe Lüdenscheid. Auf Anfrage des Rektors der Tschechow-Universität vor drei Jahren an die Friedensgruppe Lüdenscheid begann die Erforschung der ca. 27.000 Taganroger Zwangsarbeiterschicksale aus der Sicht der beiden Partnerstädte.

Vor zwei Jahren reisten die Friedensgruppe und Mitglieder des Ge-Denk-Zellen-Vereins nach Taganrog und unterschrieben den Vertrag, eine gemeinsame russisch-deutsche Ausstellung bis 2020 auszuarbeiten und zuerst in Taganrog und dann in Lüdenscheid zu zeigen. Sie sollte den Titel tragen "Dialog der Erinnerungen für den Frieden".

Bericht

2019 war die Delegation aus Taganrog auf Einladung der Friedensgruppe und des Ge-Denk-Zellen-Vereins zu einem Arbeits- und Forschungsbesuch in Lüdenscheid, um in vielen Archiven zwischen Münster und Arolsen Dokumente auswerten zu können.

Bericht

Nun kam die Corona Pandemie dazwischen. Dadurch wurden Reisen unmöglich und die Nutzung der Archive schwierig. Dennoch wurden je 16 russisch-deutsche Rollups für die gleiche Ausstellung in beiden Partnerstädten erarbeitet, die

am Freitag, den 04.09.2020 um 16.00 Uhr
in den Museen der Stadt Lüdenscheid am Sauerfeld

und zeitgleich in der Bibliothek der Hochschule in Taganrog von Bürgermeister Dieter Dzewas und City Manager Andrey Lisitsky eröffnet wird. Dies geschieht über eine internationale Videokonferenz zwischen den Partnerstädten.

Vom 12. bis 27. September 2020 ist die Ausstellung in den Museen der Stadt mittwochs bis sonntags zu sehen. Anschließend werden die beteiligten Schulen gebeten, sie zu zeigen.

Die Teilnehmerzahl für die Eröffnungsveranstaltung ist auf Grund der aktuellen Situation leider beschränkt. Es ist daher eine Anmeldung per Mail oder unter 02351 25138 erforderlich. Dennoch laden wir sehr herzlich zu dem wichtigen Beitrag zur Städtepartnerschaft und zur Verständigung zwischen Deutschland und Russland ein.

Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus Lüdenscheid e.V.
Rolf Breucker ♦ Gotenstrae 10 ♦ 58509 Lüdenscheid
Matthias Wagner ♦ Lindenau 16 ♦ 58511 Lüdenscheid