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... für unsere Zukunft!
Unter diese Leitgedanken stellen wir unser Engagement für die Einrichtung einer Mahn-, Gedenk- und Dokumentationsstätte in den ehemaligen Arrestzellen des Alten Rathauses in Lüdenscheid.
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Aktuell
Spende übergeben für Demokratie und die Erinnerung an ihr Scheitern

Dank des auch finanziellen Engagement von fast einhundert Lüdenscheider Bürgerinnen, Bürgern und Organisationen konnte unser Vorstand nun am 12. Oktober einen Spendenscheck über 20.000 Euro an die Verantwortlichen der Stadt Lüdenscheid übergeben. Bürgermeister Dzewas freute sich, dass damit deutlich wird, dass unser nicht unumstrittenes Projekt sich auf eine immer breitere Basis in der Bevölkerung stellt. Hervorheben möchten wir an dieser Stelle die höchste Einzelspende von 1.400 Euro, weil sie von einer Jugendorganisation - der IG Metall Jugend - stammt. Es ist schließlich unser Anliegen, insbesondere die Jugend für die Erinnerungsarbeit und die Gestaltung unserer Zukunft zu gewinnen.
Ge-Denken lohnt sich - tragen Sie dazu bei!
Der Verein "Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus" darf zwei der sieben früheren Haftzellen im Alten Rathaus für die Einrichtung einer kleinen Gedenkstätte nutzen. Das hat die Mehrheit der politisch Verantwortlichen in Lüdenscheid beschlossen. Wegen der knappen Finanzlage der Stadt müssen aber zwei Drittel der Renovierungskosten und die Ausstellungskosten von ca. 17.000 € von dem Verein in Zusammenarbeit mit den Bürgern und Spendern aufgebracht werden. Die Stadt kann nur 10.000 € dafür aufbringen. Die 58 Mitglieder des Vereins haben bisher mit einigen Spendern 9.000 € zusammengetragen und hoffen nun, dass viele Lüdenscheider helfen, die baulichen Sicherungsarbeiten und die Ausstellung zu finanzieren und zu verwirklichen. Auch Patenschaften für die jeweils 600 € teuren biographischen Tafeln mit einer kleinen Tonanlage und Kopfhörern sind möglich: Die 12 Tafeln weisen stellvertretend auf die Schicksale von ca. 800 verfolgten Lüdenscheidern hin, von denen mehr als hundert ermordet wurden: zwei Tafeln über jüdische Familien, eine über zehn jüdische Kinder, eine über einen verhafteten Lüdenscheider Helfer, eine über eine ermordete psychisch Kranke, eine über religiös Verfolgte, zwei über ehemalige Sozialdemokraten, zwei über ehemalige Kommunisten, eine über ein Zentrums-Ratsmitglied und eine über einen Zwangsarbeiter
Noch 11.000 € werden bis August benötigt, damit die Stadt die Umbauten im Herbst verwirklichen kann. Denn am 28. April 2012, dem 70. Jahrestag der größten Deportation von Juden aus Lüdenscheid, soll die kleine Gedenkstätte feierlich eröffnet werden. Sören Kierkegaard hat erklärt, warum das Ge-Denken für unsere Gegenwart und Zukunft so wichtig ist: "Das Leben kann man nur vorwärts leben und nur rückwärts verstehen." Deshalb lohnt es sich, sich zu erinnern.
Spenden können auf folgende Konten eingezahlt werden
Volksbank im Märkischen Kreis eG
BLZ: 447 615 34
Konto 231 215 500
Sparkasse Lüdenscheid
BLZ 458 500 05
Konto 362756
Spenden und Patenschaften erkennt das Finanzamt Lüdenscheid steuerlich an.
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